Küche in Esche und Salbeigrün

Inspiriert von der Frankfurter Küche

 

Diese Küche entstand für einen Raum, der auf den ersten Blick zu klein wirkt, um großzügig zu sein. Mit 7,6 m² Grundfläche musste jeder Zentimeter optimal genutzt werden – ohne Kompromisse im Alltag. Deshalb wurden fast alle Korpusse in Sondermaßen gefertigt, exakt auf Raum, Nutzung und Bewegungsabläufe abgestimmt.

Die Gestaltung orientiert sich an der Frankfurter Küche der 1920er-Jahre: klar gegliedert, funktional gedacht, frei von dekorativem Überfluss. Kombiniert wurde massives, geöltes Eschenholz mit lackierten MDF-Fronten in Kieselgrau. Die Holz Fronten sind massiv, mit Gratleisten gegen Werfen gesichert. Die wiederkehrende Textur entsteht, weil die Holzteile aus einem einzigen Stamm kommen und spiegelnd aneinandergefügt wurden. Auch die schwalbenschwanzgezinkten Schubladen sind aus massiver Esche gefertigt– robust, langlebig und präzise verarbeitet.

Ein zentrales Anliegen der Bauherren war ein großes Spülbecken. Um dies trotz der Enge zu ermöglichen, wurden individuelle Lösungen für Spülmaschine und angrenzende Korpusse entwickelt. Die Konstruktion folgt dabei nicht dem Katalog, sondern dem tatsächlichen Bedarf im Alltag.

Großzügige Schubladen, ein Le-Mans-Auszug sowie Hängeschränke über dem Eingang schaffen deutlich mehr Stauraum als in der vorherigen Küche – ohne den Raum optisch zu überladen.

Die Schiebetüren aus Esche übernehmen dabei eine besondere Rolle: Sie strukturieren die Fläche, bringen Tiefe und Materialwirkung in die Fronten und erlauben Offenheit, ohne Unruhe zu erzeugen. Ihre Wirkung entsteht nicht durch Technik, sondern durch Proportion, Textur und Zurückhaltung.

Verbaut wurden Küchengeräte von Miele, AEG und Neff – ausgewählt nach Zuverlässigkeit und sinnvoller Integration.

Diese Küche ist kein Showstück.
Sie ist ein Arbeitsraum – präzise geplant, handwerklich gebaut und auf Dauer gedacht.